Deutsche Familien in Antwerpen: Eine Spurensuche (4/4)

Seit Jahrhunderten gibt es einen regen Austausch zwischen Antwerpen und Deutschland. Dabei wurden nicht nur Waren ausgetauscht. Als Bindeglied fungierten deutsche Familien, die in Antwerpen eine neue Heimat suchten – und fanden.


Dass die erfolgreichen deutschen Unternehmer im Antwerpen des 19. Jh. an der Spitze der sozialen Leiter standen, spiegelte sich auch in ihren Häusern wider. Mit der beschleunigten industriellen Expansion ab 1860 wurden ganze Stadtteile in Richtung Brüssel erschlossen, um Platz zu schaffen für den Schienenverkehr und Wohnhäuser, die den Zeitgeist reflektieren sollten. So wurde das Cogels-Osy-Viertel geboren, das extravaganteste Jugendstilviertel Belgiens. Viele dieser einzigartigen Häuser wurden für deutsche Familien entworfen und gebaut.

Egal, ob Sie sich für Jugendstilviertel interessieren oder die Innenstadt erkunden wollen, wir zeigen Ihnen gerne das deutsche Erbe in Antwerpen. Begeben Sie sich mit uns auf Spurensuche und knüpfen Sie neue Verbindungen.


Übrigens: 2021 fusionierte der Antwerpener Hafen mit Zeebrügge, zweiter Hafen Belgiens. Beide zusammen sind nun der wichtigste Hafen in Westeuropa für Container, Stückgut und den Import und Export von Autos. Deutsche Großunternehmen wie Evonik-Degussa, Bayer, BASF und eine ganze Reihe von deutschen Spezialisten in der Logistik (supply chain management) tragen weiterhin zum Wachstum Antwerpens bei. Die Geschichte geht weiter.

Bob Beelen

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