Die belgischen Pommes

Ein jeder kann Pommes backen, nur denkt man dass sie in Belgien leckerder sind. Die Kartoffel sind vielleicht besser gewählt, aber das Fett (damals Rinderfett, Pferdefett) ist meistens pflanzlich wegen Cholesterolängste überall. In Frankreich werden pro Kopf mehr Pommes gegessen als in Belgien und doch sind sie besser bei uns! Dat hat mit Life Style zu tun, ein stolzes Identitätsdenken. Jedes Stadtviertel, jedes Dorf hat seine ‘beste Bude der Welt’, aber Friterie Antoine ist europaweit doch am besten bekannt.


Pommes werden auf der Strasse aus einer Tüte gegessen und mit den Fingern. Sie werden vor dem Kunden gebacken laut Bestellung. Andere Kunden müssen warten. Die heisse Ware kommt knusprig und goldfarbig zur Hand. Grosse Haufen Pommes, wie bei MacDo aufbewahrt unter Infrarotlampen, sind eine Todsünde in Belgien! In den Restaurants geht’s auch klassisch, denn Pommes haben den Vorteil, dass man die Vorgebackenen nur einige Minuten ins heisse Fett (die zweite Runde ist mit 190 Grad) wirft und die Fritten sofort dem Mahl beiliefert.


Europa hat die Regel verschärft damit Fett nicht ewig mitbackt und die Temperaturen nicht so hoch werden dass krebserregende Stoffe entstehen. Die Belgier sind da nicht einverstanden und tun es wahrscheinlich auch nicht. Mahlzeit!


Paul Sanders

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