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Ab Ende 2023: Verbesserung im regionalen Bahnverkehr zwischen Belgien und Deutschland?

Zum allgemeinen Fahrplanwechsel hat sich in Belgien nicht viel getan, denn die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB verzichtete aus Gründen von akutem Personalmangel und aus Energiespargründen weitgehend auf umfassende Neuerungen. Auch im Grenzverkehr zwischen Belgien und Deutschland ist alles beim Alten geblieben, doch für den nächsten Fahrplanwechsel kündigen sich Verbesserungen an.

Ein AM 66 nach Spa steht neben dem NightJet nach Brüssel im Aachener Hauptbahnhof

Zwischen Deutschland und Belgien fahren in erster Linie die ICE-Züge zwischen Brüssel Süd/Midi und Frankfurt/Main HBF über Lüttich, Aachen und Köln sowie die Thalys-Züge (Paris-Nord)-Brüssel Midi/Süd-Lüttich-Aachen und Köln, von denen einige auch weiter bis ins Ruhrgebiet nach Essen und Dortmund fahren.


Doch im kleinen Grenzverkehr fahren noch IR-Züge von Spa über Verviers und Welkenraedt nach Aachen HBF, die in Verviers Central direkten Anschluss an den IC aus Ostende, Brüssel und Lüttich haben. Im Gegenzug haben diese Züge in Welkenraedt und Verviers auch wieder Anschluss an den IC aus Eupen in Richtung Inland.


Doch hier soll sich etwas ändern. Die bisherigen deutlich veralteten Triebwagenzüge AM 66 (Foto oben) sollen bis Ende 2023 abgelöst werden. Dies liegt auch an der allgemeinen Einführung des europäischen Bahnsicherheitssystems ETCS. Geplant ist, diese betagten Züge durch modernere lokbespannte Züge zu ersetzen, die allerdings nicht mehr zwischen Aachen HBF und Spa-Geronstère hin- und herfahren, sondern die schon ab Lüttich eingesetzt werden.


Diese Züge sollen aus einer Lok, einem 1. Klassewaggon, 3 2. Klassewaggons und einem Steuerwagen gebildet werden und den Aachener Hauptbahnhof mit Lüttich Guillemins und Lüttich Saint-Lambert im Stadtzentrum verbinden. Damit hätten die Kaiserstadt Aachen und die Cité Ardente Lüttich nach vielen Jahren wieder eine direkte Nahverkehrsverbindung, die eine Fahrzeit von unter einer Stunde haben sollte.

Lüttich Guillemins

In Lüttich Guillemins hätten diese Züge auch weiter direkte Anschlüsse ins Inland nach z.B. Brüssel, Brügge, Gent und Ostende an der Nordsee, in die Ardennen, die weitere Wallonie und nach Luxemburg, aber auch nach Hasselt, der Hauptstadt der flämischen Provinz Limburg und von dort aus weiter nach Antwerpen.


© vrtNWS flanderninfo.be - Andreas Kockartz




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