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Niederländische Züge in Belgien getestet: Kommt der Dreiländerzug?

Derzeit werden Nahverkehrszüge des privaten niederländischen Eisenbahnunternehmens Arriva auf belgischen Gleisen getestet. Ziel dieser Test ist eine Abnahme der Züge durch die belgischen Bahnbehörden, damit diese mittelfristig im Rahmen des Dreiländerzuges Aachen-Maastricht-Lüttich verkehrenden auch in unserem Land zugelassen werden können.

Ein Arriva-Nahverkehrszug auf dem Weg nach Maastricht beim Zwischenhalt in Aachen-West

Die Test der Arriva-Nahverkehrszüge für den Dreiländerzug Aachen-Maastricht-Lüttich sind vor allem im Hinblick auf die sicherheitstechnischen Auflagen für Belgien und für Europa notwendig.


Arriva will möglichst zum Fahrplanwechsel im Dezember 2023 diese direkte Verbindung zwischen den drei Euregio Maas-Rhein-Metropolen Aachen in Deutschland, Maastricht in den Niederlanden und Lüttich in Belgien aufnehmen.


„Die Tests sind ein Teil des Zulassungsprozesses für unsere Züge in Belgien“, sagte Arriva-Sprecher Stefan Claessens letzte Woche gegenüber dem VRT-Sender Radio 2/Limburg, denn die Testzüge sind dort vor einigen Tagen in der dortigen Provinzhauptstadt Hasset gesehen worden.


Direktzüge zwischen den Euregio Maas-Rhein-Metropolen

Die Abnahme dieser Züge in Belgien richtet sich auch und gerade auf das europäische Eisenbahn-Sicherheitssystem ETCS, wie Claessens weiter erklärte: „In dieser Phase richten sich die Tests vor allem auf das ETCS-System. Das ist ein Sicherheitssystem, dass Fahrbefehle an die Züge weitergibt. Diese Züge sind bereits in Deutschland und in den Niederlanden zugelassen (wo sie bereits zwischen Aachen und Maastricht unterwegs sind (Red.)) und unser Ziel ist eine erste Fahrt des Dreiländerzuges in Belgien im Dezember 2023.“


Nicht die ersten Testfahrten

Bei den Arriva-Nahverkehrszügen für den Dreiländerzug handelt es sich um Fahrzeuge des Typs („Fast Light Intercity and Regional Train“ bzw. „Flinker Leichter Intercity- und Regional-Triebzug“) vom schweizerischen Eisenbahnhersteller Stadler Rail.


Vor einigen Jahren wurden diese Züge schon einmal in Belgien getestet, doch damals verlief die Sache im Sand, weil es offenbar von belgischer Seite her Bedenken in Sachen ausländische und private Konkurrenz auf dem eigenen Schienennetz gab. Ob diese Bedenken inzwischen bei der NMBS/SNCB bzw. beim bahneigenen Infrastruktur-Dienstleister Infrabel zu den Akten gelegt wurden, ist eine andere Frage.

Auch ist noch unklar, ob und wie man z.B. die ebenfalls zur Euregio gehörende limburgische Provinzhauptstadt Hasselt darin irgendwie einbeziehen könnte. Bisher fahren belgische Nahverkehrszüge von Maastricht aus über Lüttich nach Hasselt. Direkte Züge im Nahverkehr zwischen Aachen und Lüttich soll es aber ab Dezember 2023 wieder geben.


© vrtNWS flanderninfo.be - Andreas Kockartz

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