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Ein Rubens-Werk, dass bei Sotheby’s in New York versteigert wird, war kurzzeitig in Brüssel zu sehen

Dass ein Gemälde von Pieter Paul Rubens auf einer Versteigerung angeboten wird, ist äußerst selten. Im Mai aber ist dies der Fall, denn dann wird bei Sotheby’s in New York „Porträt eines Mannes als Gott Mars“ versteigert. Dieses Werk wird auf 20 bis 30 Mio. € geschätzt.

Am Mittwoch, 22. Februar 2023, war dieses Werk einen Tag lang kostenlos bei Sotheby’s in Brüssel in der Louizalaan zu sehen. Pikantes Detail: Der Verkauf dieses Werkes ist die Folge einer Scheidung eines reichen Kunstsammlerpaares aus New York. Durch diese Scheidung wird deren gesamte Sammlung auf den Markt gebracht.


Das Gemälde „Porträt eines Mannes als Gott Mars“ zeigt einen Mann, der die Kleidung und die Waffen des Kriegsgottes Mars trägt: Mantel aus Löwenfell, Rüstung, Helm und Speer. Rubens malte dieses Werk etwa um 1620, nach dem er von einer Italienreise zurückkehrte. Hier ließ er sich offenbar vom Werk von Tizian beeinflussen.

Das vor 400 Jahren wahrscheinlich in Antwerpen gemalte Werk ist seit rund 200 Jahren nicht mehr in den „Niederen Landen“. Über viele Zwischeninstanzen kam es in die Sammlung des New Yorker Ehepaars, dass sich jetzt trennt.


Ob sich ein hiesiges Museum diesen Rubens leisten kann, sei dahingestellt. Bei Sotheby’s geht man davon aus, dass es eher privat verkauft wird. Mögliche Interessenten haben einen Tag lang die Zeit, das Werk in Brüssel zu begutachten. Danach wird es bei Sotheby‘ in London ausgestellt, um im Mai in New York unter den Hammer zu kommen.


© vrtNWS flanderninfo.be Andreas Kockartz

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